Allianz Autotag 2016 - Geld zurück für sicheres Autofahren

Auf dem 4. Allianz Autotag am 7. April 2016 im Allianz Zentrum für Technik in Ismaning diskutierten Experten der Allianz mit Vertretern aus Politik, IT-Branche und Automobilwirtschaft zur Frage, wie sich die Vernetzung der Fahrzeuge auf die Verkehrssicherheit, den Verkehrsfluss und auf alle nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer auswirken wird.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte die Allianz ihren Telematik-Tarif „BonusDrive“ vor und präsentiert ihre eCall-Lösung, den „SchutzbriefNotruf“. Hierzu standen neben den Allianz Experten der Vorsitzende des Vorstands der Allianz Deutschland AG, Dr. Manfred Knof, der Vorsitzende des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG, Dr. Alexander Vollert, sowie Frank Sommerfeld, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG, für Diskussion und Fragen zur Verfügung.


Daneben gab es interessante Diskussionsrunden zum Thema vernetztes Fahrzeug, wobei die Vorträge und Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Teilnehmern aus Politik und der Automobilbranche besetzt waren. Unter anderem kam auch die Staatssekretärin aus dem Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär.


Fairer Wettbewerb um Daten im Auto

Das Kraftfahrzeug von morgen wird mit seiner Umwelt umfassend digital vernetzt sein. Diese Vernetzung wird Produktinnovationen auslösen und neue Funktionen und Services im und am Auto ermöglichen. 

Eine der Hauptforderungen der Allianz auf dem Autotag ist der faire Zugang zu den Daten für alle Marktteilnehmer. Ein fairer Wettbewerb um Daten und Services im Fahrzeug muss gewährleistet sein. Die Allianz favorisiert einen standardisierten Zugang, der allen Beteiligten dieselben Rahmenbedingungen für den Datenzugriff bietet. Damit sollen die Wahlfreiheit des Kunden und faire Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden. Hierfür sind gesetzliche Regelungen zum Zugang zu diesen Daten und standardisierte Schnittstellen erforderlich.

So könne man sich vorstellen, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auch eigene Informationen über diese Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, beispielweise Angaben zu Unfallschwerpunkten. Denkbar wäre zum Beispiel, dass der Fahrer künftig einen Warnhinweis erhält, wenn er auf einen von der Allianz identifizierten Unfall-Hot-Spot zufährt.

Weitere wichtige Positionen der Allianz zum vernetzten Fahrzeug kurz zusammengefasst: Das Recht an den im Fahrzeug erhobenen Daten steht dem Halter bzw. Fahrer zu. Er entscheidet, wem er seine Daten zu welchem Zweck und zu welchen Bedingungen zur Verfügung stellen möchte. Im Fall eines Unfalls mit einem hochautomatisierten Fahrzeug muss dem Versicherer über einen Datenspeicher der freie und direkte Zugang zu den im Auto erfassten Unfalldaten möglich sein, um zu klären, ob der Unfall durch einen Fahr- oder einen Systemfehler verursacht wurde.

Das bestehende Haftungssystem mit der Halterhaftung passt nach derzeitigem Kenntnisstand für die verschiedenen Stufen der zunehmenden Fahrzeugautomatisierung und muss nicht reformiert werde


Lebensretter im Zigarettenanzünder

Ein Auto fährt auf einer Landstraße, kommt von der Fahrbahn ab und überschlägt sich mehrmals. Der Fahrer ist bewusstlos, keine Menschenseele kommt an der Unfallstelle vorbei – und trotzdem ist innerhalb weniger Minuten der Rettungswagen vor Ort. Wie ist das möglich? Die Allianz hat unter der Leitung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein Unfallmeldesystem mitentwickelt, das genau das tut: Hilfe rufen, wenn es der Fahrer selbst nicht kann.

Das neue Produkt ist ein umfassendes Sicherheitspaket – eine Kombination aus Unfallmeldedienst und Schutzbrief – das den Fahrer und die Insassen im Notfall rundum absichert. Ganz egal, ob es sich um einen Unfall, eine Panne oder um einen medizinischen Notfall handelt.

Was muss der Kunde tun, um den Unfallmeldedienst der Allianz zu nutzen? Er bucht zu seiner Kfz-Versicherung den Baustein SchutzbriefNotruf. Das neue Produkt kostet je nach Tarifmerkmalen rund 30 Euro, der Kunde kann es ab April online bzw. ab Mai bei seiner Allianz Vertretung abschließen. Von der Allianz erhält er dann kostenlos den Unfallmeldestecker mit Crash-Sensoren zugeschickt. Dazu muss er nur noch die Unfallmelde-App auf seinem Smartphone installieren.

Zur Stromversorgung muss der Unfallmeldestecker permanent im Zigarettenanzünder des Autos stecken. Über Bluetooth verbindet er sich mit dem Smartphone. Bei einem Crash lösen die Crash-Sensoren automatisch den Anruf bei einem auf derartige Notfälle spezialisierten Notrufcenter aus. Zeitgleich wird ein Datensatz mit den wichtigsten Informationen zum Unfall wie beispielsweise Ort, Schwere des Unfalls und Fahrtrichtung des Fahrzeugs an das Notfallcenter gesendet.

„Bei einem Unfall zählt jede Sekunde. Experten sprechen von der Golden Hour. Das bedeutet: Wird ein Verunglückter innerhalb der ersten Stunde medizinisch versorgt, steigen seine Überlebenschancen deutlich“, sagt Frank Sommerfeld, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG. „Mit dem Unfallmeldestecker können unsere Kunden ihreFahrzeuge mit einem Notfallsystem ausstatten, das Leben retten kann, vergleichbar den eingebauten Notrufsystemen in Neuwagen.“

Bei einem Notfall oder bei Blechschäden kann auch manuell über die App Hilfe gerufen werden. Für viele Kunden besonders interessant: Bei Unfällen oder im Krankheitsfall hilft ein telefonischer Beratungsservice. Dieser unterstützt bei der Suche nach deutsch- oder englischsprachigen Ärzte vor Ort, erbringt allgemeine Beratungsleistungen und gibt Therapieempfehlungen – jederzeit und in allen Ländern der Europäischen Union. Sollte der Unfallmeldestecker einmal kaputt gehen, tauscht die Allianz ihn kostenlos aus.


Geld zurück für sicheres Autofahren

Bin ich ein guter Autofahrer? Diese Frage können sich Allianz Kunden jetzt selbst beantworten. Bei dem neuen Telematik-Kfz-Tarif BonusDrive liefert eine App ihnen in Echtzeit Einblicke ins persönliche Fahrverhalten. Die Telematik-Versicherung kann ab April online und ab Mai über die Allianz Agenturen abgeschlossen werden. Nach der Fahrt gibt die App dem Fahrer Feedback zu seinem Beschleunigungs- und Bremsverhalten, zu Geschwindigkeit und Kurvenfahren. Dabei lässt sich die gefahrene Strecke detailliert im Kartenformat nachvollziehen. „Mit BonusDrive bringen wir die Kfz-Versicherung in das digitale Zeitalter“, sagt Frank Sommerfeld, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG. „Und die App macht einfach Spaß. Ich fahre selbst damit, und finde es spannend, nach jeder Fahrt eine unmittelbare Rückmeldung zu bekommen.“

Auswertung beim Telematik-Tarif „BonusDrive“


BonusDrive richtet sich an junge Leute bis einschließlich 28 Jahre. Besonders attraktiv für sie: Wer sich für den Telematik-Tarif entscheidet, erhält nach Übermittlung der Daten der ersten 100 aufgezeichneten Fahrkilometer einmalig einen Start-Bonus von zehn Prozent auf seine Prämie.
Die Wertung des Fahrverhaltens erfolgt in Form von Medaillen: Für sehr gute Fahrten gibt es eine Goldmedaille, für gute Silber oder Bronze. Die Einzelwertungen werden dann zu Tages- und Monatsmedaillen zusammengefasst. „Goldfahrer“ erhalten am Ende des Versicherungsjahrs eine Rückzahlung von 30 Prozent ihres Jahresbeitrags. Wer Silber holt, erhält 20 Prozent, Bronzekandidaten noch 10 Prozent. Kunden können also im ersten Jahr insgesamt bis zu 40 Prozent ihrer Prämie sparen.

„Gerade für junge Fahrer ist das ein faires Angebot“, sagt Sommerfeld. „Erstmals können Kunden ihr Fahrverhalten aktiv beeinflussen und durch sicheres Fahren Beiträge sparen. Zahlen sie heute eine höhere Prämie aufgrund der Zugehörigkeit zur risikoreichen Gruppe junger Fahrer, kann künftig innerhalb der Altersgruppe eine Unterscheidung zwischen vorausschauenden und weniger vorausschauenden Fahrern vorgenommen werden.“ Grundsätzlich hat der Kunde keinen Nachteil durch die Telematik-Versicherung. Er wird für seinen Fahrstil nicht mit einer Prämienerhöhung bestraft. Auch Familien oder Paare, in denen der jüngste Fahrer zwischen 17 und 28 Jahre alt ist, können den Tarif abschließen.

Kundendaten sind ein sensibles Gut. Dem trägt der Allianz Telematik-Baustein Rechnung. Die Daten gehören dem Kunden und er behält jederzeit die Hoheit darüber. Beispielsweise kann er die Datenlieferung kurze Zeit unterdrücken. Um sicherzustellen, dass nur Fahrten im versicherten Fahrzeug aufgezeichnet werden, erhält der Kunde kostenlos einen Bluetooth-Stecker von der Allianz. Dieser wird in den Zigarettenanzünder des Autos gesteckt und verbindet sich automatisch mit der BonusDrive-App. Erst dann startet die Aufzeichnung der Fahrdaten.

Das Feedback zum individuellen Fahrverhalten basiert auf zusammengefassten Fahrdaten. Auf einer Skala von 0 bis 100 zeigt die App dem Kunden je Bewertungskategorie einen Score an. Diese Wertung lässt für die Allianz keinerlei Rückschlüsse auf Ort und Fahrweg zu. Die App kann auch unabhängig von der Kfz-Versicherung benutzt werden. Ab April steht sie kostenfrei in den App Stores von Google und Apple zum Download bereit. Wer von der Test-App überzeugt ist, kann BonusDrive online und über eine Allianz Agentur abschließen.

Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, die theoretisch diskutierten Themen des Tages auf den Ausstellungsflächen, bei dem Hersteller ihre neuesten Fahrzeug- und Techniktrends vorstellen, selbst zu erleben. 

www.allianz.de
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Allianz Autotag 2014: Autoliebe rostet nicht

Bei den jungen Menschen steht das Auto hoch im Kurs, nur sechs Prozent halten Autobesitz für nicht mehr zeitgemäß. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Allianz unter 2.200 Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, die jetzt beim 3. Allianz Autotag im Allianz Zentrum für Technik in Ismaning vorgestellt wurde.

Bei 94 Prozent aller jungen Autofahrer in Deutschland steht das eigene Auto weiterhin hoch im Kurs. Nur sechs Prozent betrachten es als nicht mehr zeitgemäß. Wer kein eigenes Auto fährt, hat sich überwiegend aus wirtschaftlichen Erwägungen dagegen entschieden.

Nur 14 Prozent begründen den Verzicht mit dem Schutz der Umwelt. Bei der Frage nach den möglichen Gründen, ein Auto für einen Weg einmal nicht zu benutzen, rangiert der Umweltgedanke mit 18 Prozent Zustimmung weit hinter Alkoholkonsum (62 Prozent) oder Kostenersparnis (34 Prozent).

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„Junge Menschen schätzen das Auto. Mehr als zwei Drittel aller Befragten verbinden das Auto mit dem Gefühl der Freiheit und Freude und empfinden das Autofahren als entspannend“, sagt Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG bei der Vorstellung der Studie „Jung und urban“ auf dem 3. Allianz Autotag.

Die emotionale Bindung an das Auto und an das Autofahren ist sehr hoch. Neun von zehn der Befragten beschreiben in dem Zusammenhang ein Gefühl der Freiheit (89 Prozent) und Zufriedenheit (88 Prozent). Acht von zehn verbinden es mit Freude (82 Prozent) und erleben es als aufregend (80 Prozent).

Autonutzung wird in den nächsten Jahren zunehmen. Dabei erwartet mehr als jeder zweite Fahrer (55 Prozent), dass er in der Zukunft sein Fahrzeug öfter nutzen wird. Lediglich 12 Prozent sehen eine Verringerung der Pkw-Nutzung zugunsten anderer Verkehrsmittel, und nur ein Prozent will auf das Autofahren künftig ganz verzichten.

Die tatsächliche Nutzung des Autos ist jedoch von wirtschaftlichen und praktischen Erwägungen und von der aktuellen Lebenssituation (Ausbildungsphase, Einkommen, Wohnort etc.) abhängig.

So antwortet die Hälfte der Befragten (53 Prozent) auf die Frage, warum sie für einen bestimmten Weg das Auto nimmt, „weil es bequemer oder schneller ist“, 42 Prozent sagen, weil „es keine Alternative gibt“ und 41 Prozent, weil „ich Gegenstände befördern will“.

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